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Paket richtig beschriften: DHL, Hermes und UPS

12 min lesen 05 Oktober 2026
Ein Paket muss vor allem eins: Zuverlässig beim Empfänger ankommen. Damit das funktioniert, muss es richtig beschriftet sein. Hierfür braucht es eine vollständige Empfängeradresse, klar lesbare Angaben sowie ein korrekt angebrachtes Versandetikett. Fehler oder Ungenauigkeiten in der Adressierung können Verzögerungen zur Folge haben oder sogar dazu führen, dass eine Sendung nicht zugestellt sondern an den Absender zurückgeschickt wird.

Doch wie beschriftet man ein Paket richtig? Zur korrekten Beschriftung gehören:

  • der Name
  • die Straße mit Hausnummer
  • die Postleitzahl
  • sowie der Ort des Empfängers

Auch die Adresse des Absenders gehört aufs Paket.

 

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Versandetiketten sind am einfachsten

Am einfachsten klappt die Beschriftung mit einem Versandetikett, das direkt beim Versanddientleister erstellt wird. Ob DHL, Hermes oer UPS: Alle Anbieter stellen Möglichkeiten zur Verfügung, Pakete online zu frankieren, Versandetiketten auszudrucken oder Sendungen ohne eigenen Drucker aufzugeben. In diesem Ratgeber erklären wir, welche Angaben genau auf ein Paket gehören, wo das Versandetikett am besten angebracht wird und worauf Sie bei den verschiedenen Paketdiesnten achten sollten.

DHL Versandschein EU

Ein Versandetikett ist die einfachste Möglichkeit, ein Paket richtig zu beschriften. Es enthält alle wichtigen Versandinformationen und ermöglicht die automatische Erfassung und Sortierung der Sendung. Für die korrekte Adressierung werden folgende Angaben benötigt:

  • Empfänger: Vor- und Nachname beziehungsweise Firmenname
  • Straße und Hausnummer: Vollständige Lieferanschrift
  • Postleitzahl und Ort: Korrekte Angaben zum Zustellort
  • Absender: Name und vollständige Rücksendeadresse
  • Bei internationalen Sendungen: Bestimmungsland und gegebenenfalls weitere erforderliche Versand- und Zolldaten

Wo wird das Versandetikett auf dem Paket angebracht?

Kleben Sie das Versandetikett möglichst gerade und glatt auf die größte ebene Fläche des Pakets, in der Regel die Oberseite. Achten Sie darauf, dass die Adresse und sämtliche Barcodes vollständig lesbar bleiben. Das Etikett darf nicht über Kartonkanten, Verschlussstellen oder Falten geklebt werden. Entfernen oder überdecken Sie außerdem alte Versandetiketten und Barcodes, damit es bei der Sortierung nicht zu Verwechslungen kommt. Bei DHL finden Sie weitere Hinweise zur korrekten Etikettenplatzierung.

Versandetiketten online erstellen und ausdrucken

Bei DHL, Hermes und UPS können Versandetiketten online erstellt werden. Dafür geben Sie die Empfänger- und Absenderadresse sowie die benötigten Paketdaten ein. Je nach Versanddienstleister und Versandart werden anschließend die Versandkosten berechnet. Nach der Frankierung können Sie das Versandetikett ausdrucken und auf dem Paket befestigen.

Auch ohne eigenen Drucker ist der Paketversand möglich: DHL und Hermes bieten mobile Versandmarken mit QR-Code an, die an geeigneten Annahmestellen ausgedruckt werden. Bei UPS steht eine vergleichbare Möglichkeit an ausgewählten UPS Access Points zur Verfügung.

Alternativ können Sie bei vielen Versanddienstleistern eine Paketabholung buchen. Ob diese kostenpflichtig ist und welche Abholzeiten verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Anbieter und der gewählten Versandoption ab.

Für die Maschinenlesbarkeit sollten idealerweise Druckbuchstaben verwendet werden. Das Etikett wird anschließend möglichst gerade auf der Oberseite des Paketes aufgeklebt. Alternativ können Pakete auch online beschriftet werden, denn jeder Transportdienstleister bietet Versandetiketten zum Ausdrucken an:

UPS Versand

Das hat den Vorteil, dass die Frankierung im selben Schritt anhand der Maße und des Gewichts erfolgt. Ebenfalls sehr angenehm, ist die Buchung eines Abholtages. Das Paket muss nicht zur Filiale gebracht werden, sondern wird zum Wunschtermin abgeholt.

Pakete ohne Drucker und Aufkleber beschriften

Auch eine handschriftliche Adressierung ist bei bestimmten Versandarten möglich. Hierfür bitte die vollständige Empfängeradresse gut lesbar auf eine geeignete Fläche des Kartons schreiben. Die Absenderadresse sollte ebenfalls angegeben werden, damit das Paket bei Problemen nicht „lagert“, sondern an den Absender zurückgehen kann.

Das müssen Sie beim Beschriften eines Pakets von Hand beachten:

Achten Sie bei der handschriftlichen Beschriftung auf eine ausreichend große, kontrastreiche Schrift. Die Angaben sollten nicht über Kartonkanten, Klebeband oder Verschlussstellen verlaufen. Wichtig: Eine handschriftliche Adresse ersetzt nicht die erforderliche Frankierung oder ein vom Versanddienstleister vorgeschriebenes Versandetikett.

Kann man ein Paket auch ohne Drucker verschicken?

Ja, auch ohne eigenen Drucker lassen sich Pakete versenden. DHL, Hermes und UPS bieten hierfür digitale Versandlösungen an. Nach der Erstellung des Versandauftrags erhalten Sie je nach Anbieter einen QR-Code oder mobilen Barcode, mit dem das Versandetikett an einer geeigneten Annahmestelle ausgedruckt werden kann. Welche Optionen verfügbar sind, hängt vom Versanddienstleister und der gewählten Versandart ab.

Mobile Paketscheine

Wer ein Paket verschicken möchte, benötigt dafür nicht unbedingt einen eigenen Drucker. DHL, Hermes und UPS bieten mobile Versandlösungen an, bei denen das Versandetikett online erstellt und anschließend vor Ort ausgedruckt wird. Dafür erhalten Sie einen QR-Code oder mobilen Barcode, der bei der Paketabgabe gescannt wird.

DHL: Paket mit mobiler Paketmarke versenden

Bei DHL können Sie die Versandmarke über die Online-Frankierung oder die Post & DHL App kaufen. Anschließend erhalten Sie einen QR-Code, den Sie beispielsweise in einer Postfiliale, einem DHL Paketshop oder an einer Packstation verwenden können.

An Packstationen mit Drucker wird das Etikett direkt ausgedruckt. Bei unterstützten Packstationen ohne Drucker übernimmt der Zusteller den Ausdruck bei der Entnahme der Sendung. Auch die Übergabe an einen DHL Zusteller ist unter den entsprechenden Voraussetzungen möglich.

Hermes: Paketschein per QR-Code erstellen

Hermes bietet einen mobilen Paketschein für nationale Sendungen der Paketklassen Hermes Päckchen, S, M und L an.

Nach Eingabe der Versanddaten erhalten Sie einen QR-Code. Diesen zeigen Sie bei der Paketabgabe im Hermes PaketShop vor. Dort wird das Versandetikett ausgedruckt und am Paket angebracht.

Die Bezahlung ist bereits online oder bei der Abgabe im PaketShop möglich.

UPS: Versandetikett ohne Drucker nutzen

Auch UPS ermöglicht den Paketversand ohne eigenen Drucker. Nach der Online-Erstellung des Versandetiketts kann ein mobiler Barcode genutzt werden, um das Etikett an einem teilnehmenden UPS Access Point ausdrucken zu lassen.

Dieser Service steht allerdings nur an ausgewählten Standorten zur Verfügung. Alternativ kann das Versandetikett per E-Mail versendet und später selbst ausgedruckt werden.

Wichtig: Der mobile Barcode ersetzt nicht dauerhaft das Versandetikett. Das Paket erhält weiterhin ein physisches Label, das für die weitere Beförderung benötigt wird.

 

Besondere Kennzeichnung

Beim Versand empfindlicher Waren ist neben der richtigen Paketbeschriftung auch die Kennzeichnung der Verpackung wichtig. Warnetiketten machen auf besondere Anforderungen beim Transport aufmerksam. Sie ersetzen jedoch keine geeignete Versandverpackung und garantieren keine besondere Behandlung durch den Paketdienst.

Welche Warnhinweise gibt es für Pakete?

Je nach Inhalt können unterschiedliche Transport- und Versandkennzeichnungen sinnvoll sein:

  • Vorsicht Glas / Zerbrechlich: Kennzeichnet empfindliche Produkte wie Glas, Keramik oder elektronische Geräte.
  • Hier oben: Zeigt an, in welcher Position eine Sendung transportiert werden sollte.
  • Vor Nässe schützen: Weist auf feuchtigkeitsempfindliche Waren hin.
  • Nicht stapeln: Kennzeichnet Sendungen, die nicht durch weitere Pakete belastet werden sollen.
  • ESD-Warnhinweis: Kennzeichnet elektrostatisch gefährdete Bauteile beziehungsweise dafür vorgesehene Schutzverpackungen.

Wichtig: Solche Hinweise entbinden den Versender nicht von der Pflicht, die Ware ausreichend zu schützen. Auch ein mit „Vorsicht Glas“ gekennzeichnetes Paket muss so verpackt sein, dass es den üblichen Transportbelastungen standhält.

Gefahrgut benötigt besondere Kennzeichnungen

Für Gefahrgutkennzeichnung gelten andere Anforderungen als für gewöhnliche Warnhinweise. Batterien, bestimmte Flüssigkeiten, Spraydosen oder andere gefährliche Güter können je nach Einstufung und Versandart speziellen Kennzeichnungs-, Verpackungs- und Versandvorschriften unterliegen.

Welche Kennzeichnung erforderlich ist und ob die Sendung überhaupt mit DHL, Hermes oder UPS transportiert werden darf, muss vor dem Versand anhand der geltenden Vorschriften und Beförderungsbedingungen geprüft werden.

Kippindikatoren und Stoßindikatoren zur Transportkontrolle

Bei empfindlichen oder hochwertigen Gütern können zusätzlich Transportindikatoren verwendet werden.

Ein Kippindikator wie TiltWatch macht sichtbar, wenn eine Sendung über einen bestimmten Winkel hinaus geneigt wurde. Dadurch lässt sich erkennen, ob eine vorgegebene Transportausrichtung möglicherweise nicht eingehalten wurde.

Ein Stoßindikator wie ShockWatch reagiert auf Stoßbelastungen oberhalb eines festgelegten Grenzwerts. Wird der Indikator ausgelöst, kann das ein Hinweis auf eine kritische Belastung während des Transports sein.

Beide Indikatoren unterstützen die Wareneingangskontrolle. Sie können jedoch weder einen tatsächlichen Produktschaden noch dessen Ursache zweifelsfrei nachweisen. Deshalb sollte bei einer Auslösung der Zustand der Ware überprüft und dokumentiert werden.

 

Kippindikator
Kippindikator Tiltwatch verfärbt sich, wenn das Paket um mehr als 83° gekippt wurde.
Stossindikator
Shockwatch Stoßindikator reagiert auf Stöße und zeigt etwaige Transportschäden an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sendungsverfolgung bei Paketen

Mit der Sendungsnummer können Absender und Empfänger den Versandstatus eines Pakets online überprüfen. Die Sendungsverfolgung zeigt beispielsweise, ob eine Sendung unterwegs, in Zustellung oder bereits zugestellt ist. Auch Informationen zu Zustellproblemen oder einer möglichen Abholung können dort hinterlegt sein. Hier finden Sie die Sendungsverfolgung für DHL, die Hermes Sendungsverfolgung sowie die UPS Sendungsverfolgung.

Wo findet man die Sendungsnummer?

Die Sendungsnummer befindet sich in der Regel auf dem Einlieferungsbeleg, dem Versandetikett oder in der Versandbestätigung. Sie kann auf der Website oder in der App des jeweiligen Versanddienstleisters eingegeben werden.

Kann man die Paketzustellung nachträglich ändern?

Bei vielen Paketdiensten lässt sich die Zustellung auch dann noch anpassen, wenn das Paket bereits unterwegs ist:

  • DHL: Über die DHL Wunschzustellung können Empfänger je nach Sendung beispielsweise einen Ablageort oder Nachbarn festlegen, einen anderen Liefertag wählen oder das Paket an einen DHL-Standort umleiten.
  • Hermes: Die Hermes WunschZustellung bietet die Optionen WunschTag, WunschNachbar, WunschAblageort und WunschPaketShop. Die Auswahl erfolgt über die Sendungsverfolgung oder die Hermes App.
  • UPS: Mit UPS My Choice können Empfänger verfügbare Zustelloptionen verwalten und beispielsweise eine Änderung des Zustelltags oder eine Umleitung an einen UPS Access Point beantragen.

Welche Änderungen möglich sind, hängt vom Versanddienstleister, der Versandart und dem aktuellen Sendungsstatus ab. Bei UPS können einzelne Änderungen kostenpflichtig sein oder vom Absender eingeschränkt werden.

Warum aktualisiert sich die Sendungsverfolgung nicht?

Der Versandstatus wird aktualisiert, sobald entsprechende Informationen aus dem Transport- oder Zustellprozess vorliegen. Daher können zwischen einzelnen Statusmeldungen längere Zeiträume liegen. Eine unveränderte Sendungsverfolgung bedeutet nicht automatisch, dass das Paket verloren gegangen ist.

Bleibt der Status ungewöhnlich lange unverändert oder wird die angekündigte Zustellung deutlich überschritten, empfiehlt es sich, die Hinweise des jeweiligen Versanddienstleisters zu prüfen und gegebenenfalls Kontakt mit dem Kundenservice aufzunehmen.

Pakete richtig beschriften – so kommt alles an!

Ob DHL, Hermes oder UPS: Eine vollständige Empfänger- und Absenderadresse sowie ein gut lesbares Versandetikett sind die Grundlage für einen reibungslosen Paketversand. Am einfachsten funktioniert die Beschriftung über die Online-Frankierung des jeweiligen Versanddienstleisters. Wer keinen eigenen Drucker besitzt, kann je nach Anbieter auch einen mobilen Paketschein nutzen.

Neben der Beschriftung kommt es auf die richtige Verpackung an. Warnetiketten können auf empfindliche Inhalte und besondere Transportanforderungen aufmerksam machen, ersetzen jedoch keine ausreichende Polsterung und Sicherung der Ware. Bei Gefahrgut sind zusätzlich die geltenden Vorschriften zu beachten. Kipp- und Stoßindikatoren können helfen, auffällige Belastungen während des Transports zu erkennen.

Wer sein Paket korrekt adressiert, das Versandetikett gut sichtbar anbringt und die Ware passend verpackt, schafft die Voraussetzungen für eine zuverlässige Zustellung. Über die Sendungsverfolgung lässt sich anschließend prüfen, wo sich das Paket befindet und ob es bereits zugestellt wurde.

FAQ: Häufige Fragen zur Paketbeschriftung

Was muss auf einem Paket stehen?
Ein Paket benötigt eine vollständige Empfängeradresse mit Namen, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Auch die Absenderadresse sollte angegeben werden, damit die Sendung bei Zustellproblemen zurückgeschickt werden kann. Je nach Versanddienstleister sind außerdem ein Versandetikett und eine gültige Frankierung erforderlich.

Wo kommt die Adresse auf einem Paket hin?
Das Versandetikett sollte gut sichtbar auf der größten ebenen Fläche des Pakets angebracht werden, in der Regel auf der Oberseite. Adresse und Barcodes müssen vollständig lesbar sein. Das Etikett darf nicht über Kartonkanten, Falten oder Verschlussstellen geklebt werden.

Kann man ein Paket auch handschriftlich beschriften?
Bei bestimmten Versandarten ist eine handschriftliche Beschriftung möglich. Die Adresse muss vollständig und gut lesbar sein. Allerdings ersetzt eine handschriftliche Adresse nicht die erforderliche Frankierung oder ein vorgeschriebenes Versandetikett. Die Vorgaben unterscheiden sich zwischen DHL, Hermes und UPS.

Kann man ein Paket ohne Drucker verschicken?
Ja. DHL und Hermes bieten mobile Versandmarken an, bei denen ein QR-Code an einer geeigneten Annahmestelle vorgezeigt wird. Dort wird das Versandetikett ausgedruckt. Auch UPS bietet an teilnehmenden UPS Access Points eine entsprechende Möglichkeit mit mobilem Barcode.

Muss ein Paket mit „Vorsicht Glas“ gekennzeichnet werden?
Ein Warnetikett wie „Vorsicht Glas“ ist bei gewöhnlichen zerbrechlichen Waren grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Es kann auf einen empfindlichen Inhalt aufmerksam machen, garantiert aber keine besondere Behandlung. Entscheidend ist, dass die Ware mit einer geeigneten Verpackung und ausreichender Polsterung gegen übliche Transportbelastungen geschützt wird.

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