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Welche Faktoren machen ein gutes Papier aus?

Strahlend weiße Zähne sind ein Statussymbol. Die gute Hausfrau hat erst dann Ruhe, wenn die Wäsche strahlend weiß an der Leine flattert. Glaubt man dem Werbefernsehen, ist alles was sauber, rein und unschuldig ist, auch zwingend weiß.

Auch Papierqualität wird hauptsächlich nach dem Weißegrad – oder eben der sogenannten Weißheit- bemessen. Je weißer das Papier, desto wertiger wirkt es. Daneben entscheiden Opazität, Grammatur und Papierstärke über die Papierqualität. Wir erklären die drei Faktoren, die die Papierqualität messbar machen.

Weißgrad

Als wie „weiß“ ein Papierbogen empfunden wird, hängt davon ab, wie stark das Licht vom Papier reflektiert wird. Eine relativ subjektive Sache also, und abhängig von Licht- und Augenverhältnissen. Objektiv vergleichbar machen es die Angaben nach ISO 11475:2004 oder nach CIE. Die ISO-Skala wird vorwiegend für recycelte Papierarten verwendet und bewegt sich zwischen Werten von 50-70 ISO (wird auch Presseweiß genannt) und 110 ISO. Je höher der Wert, desto weißer das Papier.

Das gilt auch für die CIE-Skala mit einem Höchstwert von 171. Unterschieden werden die Papierklassen RECYCLED, UNIVERSAL, BUSINESS und PREMIUM, siehe Grafik.

Grammatur

Die Grammatur ist ein Indiz für die Qualität eines Papiers und beschreibt das Flächengewicht, also das Gewicht des Materials im Verhältnis zur Fläche. Dementsprechend wird sie in Gramm pro Quadratmeter (g/m², g/qm oder gqm) angegeben. Die Standard Kopierpapiere haben in der Regel eine Grammatur von 80 g/m². Man spricht in diesem Fall auch von 80g (Gramm) Papier. Ein zu geringes Flächengewicht führt dazu, dass das Papier leichter knickt oder reißt und nicht für doppelseitigen Druck geeignet ist, weil der Druck zu stark durchscheinen würde. Die Grammatur bestimmt auch das Papiergewicht und kann somit die Kosten für den Versand beeinflussen. Um Porto zu sparen werden Briefe deshalb oft auf Papier mit geringerer Grammatur gedruckt. Parallel zum Begriff Grammatur wird auch der Begriff Papierstärke oder Papierqualität verwendet.

Opazität

Die Opazität eines Druckerpapiers spielt vor allem für den Duplexdruck (den beidseitigen / doppelseitigen Druck) eine Rolle. Opazität ist das Gegenteil von Transparenz und beschreibt die Undurchsichtigkeit eines Materials. Die Opazität wird auf einer Skala von 0 % (komplett durchsichtig) bis 100 % (komplett undurchsichtig) angegeben. Eine Opazität von mindestens 80% ist erforderlich, damit ein Papier beidseitig bedruckt werden kann. Ist die Opazität des Papiers zu gering, scheint der Druck auf der Rückseite durch und der Inhalt wird unleserlich.

Zusammenhang Grammatur, Opazität und Papiergewicht

Papier Gewicht berechnen

Wichtig für den Versand: Formel zur Berechnung des Gesamtgewichtes

Natürlich bedingen sich die Begriffe gegenseitig. Papierbögen mit einer hohen Grammatur sind automatisch weniger durchsichtig und weisen damit auch eine höhere Opazität auf. Welches Papier ist nun das Beste? Das hängt sehr vom Einsatzzweck ab. Allgemein gilt Papier mit einem hohen Weißgrad und einer hohen Grammatur als „wertiger“. Bewerbungen, Präsentationen und BroscWas wiegt das Papier im Versandhüren machen sich besser auf stärkerem Papier. Für den Versand jedoch spielt auch das Gewicht eine Rolle, und auch Umweltaspekte bestimmen, welches Papier Einsatz findet. Da Papier mit einem geringen Weißegrad meist einen hohen Recyclinganteil aufweist, ist es für sämtliche Zwecke perfekt, bei denen es rein um den Inhalt und weniger um den „Auftritt“ geht.

Nebenstehend die Formel für die Berechnung von Papiergewicht für den Versand – noch einfacher geht’s mit den Papiergewicht Rechnern im Web, zum Beispiel hier.

Welches Papier eignet sich wofür?

Welches Papier wofür?