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Kopierpapier

Papier-Ratgeber

Neben dem Computer und dem Stift ist das Papier wohl das Arbeitsmittel das nach wie vor im Büro am häufigsten benutzt wird. Und Papier ist dabei nicht gleich Papier – denn es hat verschiedene Eigenschaften die wir im folgenden Papier-Ratgeber aufgeführt haben.

Der Weißegrad (auch Weißgrad) ist Messwert für die „Weißheit“ eines Gegenstands, in diesem Fall Papier. Da das menschliche Auge auch unterschiedlich weiße Flächen gleich wahrnimmt, muss der Wert durch standardisierte Messverfahren mit genormten Rahmenbedingungen, wie z.B. der Beleuchtung, berechnet werden. Die Abkürzung CIE steht für Commission Internationale de l’Éclairage (frz.: die „Internationale Beleuchtungskommission“), welche sich umfassend mit Farben beschäftigt und auf dem Gebiet der Standardisierung zum Beispiel mit bekannten Institutionen wie der ISO (International Organization for Standardization, dt.: Internationale Organisation für Normung) zusammenarbeitet. Je höher der Messwert, also der Weißegrad ist, desto „weißer“ ist das Weiß. Bei Papieren für das Büro liegt er bei ca. 160. Ein hoher Weißegrad sorgt dafür, dass das Papier hochwertig wirkt und Farbdrucke leuchtende und ausdrucksstarke Farben aufweisen.

Die Grammatur ist ein Indiz für die Qualität eines Papiers und beschreibt das Flächengewicht, also das Gewicht des Materials im Verhältnis zur Fläche. Dementsprechend wird sie in Gramm pro Quadratmeter (g/m², g/qm oder gqm) angegeben. Die Standard Kopierpapiere haben in der Regel eine Grammatur von 80 g/m². Man spricht in diesem Fall auch von 80g (Gramm) Papier. Ein zu geringes Flächengewicht führt dazu, dass das Papier leichter knickt oder reißt und nicht für doppelseitigen Druck geeignet ist, weil der Druck zu stark durchscheinen würde. Die Grammatur bestimmt auch das Papiergewicht und kann somit die Kosten für den Versand beeinflussen. Um Porto zu sparen werden Briefe deshalb oft auf Papier mit geringerer Grammatur gedruckt.

Die Opazität eines Druckerpapiers spielt vor allem für den Duplexdruck (den beidseitigen / doppelseitigen Druck) eine Rolle. Opazität ist das Gegenteil von Transparenz und beschreibt die Undurchsichtigkeit eines Materials. Die Opazität wird auf einer Skala von 0 % (komplett durchsichtig) bis 100 % (komplett undurchsichtig) angegeben. Eine Opazität von mindestens 80% ist erforderlich, damit ein Papier beidseitig bedruckt werden kann. Ist die Opazität des Papiers zu gering, scheint der Druck auf der Rückseite durch und der Inhalt wird unleserlich.

Die Papierstärke beschreibt die Dicke des Papiers in mm oder µ. Druckerpapiere für die Anwendung im Büro bewegen sich in der Regel bei einer Papierstärke von 0,1 mm. Mit dem bloßen Auge ist der Unterschied nicht erkennbar. Eine höhere Papierstärke beeinflusst natürlich die Wertigkeit, Griffigkeit und Opazität des Papiers positiv.

DIN Formate sind die weltweit gängigste Angabe zur Größe eines Papierbogens. Diese wurden vom Deutschen Institut für Normung (DIN) entwickelt und später von fast allen Ländern als Standard adaptiert (Ausnahmen bilden z.B. die nordamerikanischen Staaten). Im Alltag gängige Formate sind z.B. DIN A2 (420 x 594 mm für Plakate), DIN A4 (210 x 297 mm für Briefe) oder DIN A6 (105 x 148 mm für Flyer). Im Bereich der Büroartikel wird Kopierpapier meist im Format A4 oder für größere Ausdrucke DIN A3 benötigt.

Als Universal Papier (auch Multifunktions-Papier) wird Papier bezeichnet, dass für alle alltäglichen Anwendungen und alle gängigen Bürogeräte verwendet werden kann. Die Oberfläche ist so beschaffen, dass sowohl die Tinte eines Inkjet-Druckers als auch der Toner eines Laserdruckers gut haftet und schnell trocknet. Ebenfalls ist Universal-Papier geeignet zum Kopieren und Faxen. Im Gegensatz dazu ist ein Spezialpapier nur für einen bestimmten Zweck ausgelegt. Ein Fotopapier hat z.B. eine glänzende Beschichtung und ist für geschäftliche Korrespondenz daher nicht geeignet.





  1. Marlies

    Sehr hilfreicher Papier-Rategeber! Die Begriffe werden sehr verständlich auch für Laien erklärt. Man kennt das noch aus der Schule, wenn die Opazität des Papiers zu gering war und der Druck auf der anderen Seite durchgeschienen ist.


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