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Etikettendruck mit Thermodrucker

Kassenbons, Fahrkarten, Eintrittskarten, Parkscheine und Kofferanhänger: Sie alle haben in der Regel eine relativ geringe Lebensdauer. Diese Dokumente müssen, genau wie Versandetiketten und Barcode-Etiketten, vor allem eines: Die aufgedruckte Information gestochen scharf wiedergeben, ohne möglicherweise zu verwischen oder durch Nässe zu verlaufen.

Im Thermodirektdruck- Verfahren bedruckte Etiketten werden dort verwendet, wo eine Maschinenlesbarkeit innerhalb eines relativ geringen Zeitraumes gewährleistet sein muss. Mal sind das die 15 Minuten, die ich im Supermarkt von der Gemüseabteilung bis an die Kasse brauche; mal die Monate, die ich die Eintrittskarte für den Lieblingskomedian im Geldbeutel herumtrage.

Der große Vorteil von Thermodirektdruck – Etiketten

Beim Thermodirektdruck verfärbt sich wärmeempfindliches Papier durch den Einfluss von Hitze an den bedruckten Stellen schwarz. Der große Vorteil: Da sich die Farbe quasi im Papier befindet, wird kein weiteres Verbrauchsmaterial (Tinte, Druckerfarbe) benötigt. Das erleichtert die Handhabung (lediglich die Etikettenrolle muss ausgetauscht werden, ein weiteres Hantieren mit Toner ist nicht nötig) und  bringt außerdem Vorteile durch Platzersparnis: Thermodirektdrucker sind sehr kompakt und dadurch auch mobil einsetzbar.

Direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen allerdings können Einfluss auf die Lesbarkeit nehmen. Handelt es sich also um Daten, die dauerhaft dokumentiert sein müssen, eignet sich der Thermodruck nicht.

Etikettendruck mit Thermodirekt-Druck

Thermo-Etikett ist nicht gleich Thermo-Etikett: Thermotransferdruck

Eine deutlich größere Bandbreite an Farben sowie eine deutlich höhere Haltbarkeit bietet das Bedrucken durch Thermotransferdruck.

Beim Thermotransferdruck wird der Aufdruck über eine zusätzliche Folie erzielt. Die spezielle und temperaturempfindliche Folie liegt dabei zwischen Papier und Thermodruckkopf. Durch die Heizelemente im Druckkopf schmilzt die Folie an den vorgesehenen Stellen und überträgt so die Farbschicht auf das Etikett. Somit kann ein höherer Oberflächenglanz erzielt werden. Dieses Druckverfahren eignet sich vor allem für Etiketten, die lange lesbar bleiben sollen. Mit diesem Druckverfahren können beispielsweise auch einige Kunststoffoberflächen (geeignet sind unter anderem Folien aus PE, PP, Polyester, PVC) bedruckt werden, sofern Temperatur und Folie auf diese abgestimmt sind. Ein großer Vorteil gegenüber dem Thermodirektdruck, bei dem lediglich das recht teure thermosensible Papier bedruckt werden kann.

Allerdings führt beim Thermotransferdruck der Einsatz von Farbband als zusätzliches Verbrauchsmaterial zu höheren Kosten pro Druck und erschwert die Handhabung des Gerätes.

Etikettendruck mit Thermotransfer-Druck

Thermodirektdruck vs. Thermotransferdruck

Und welches Verfahren beziehungsweise welcher Drucker eignet sich nun speziell für Sie?

Wenn es sich Dokumente mit eher kurzer Lebensdauer handelt und ein Schwarz-Weiss-Druck ausreicht, hat das kostengünstigere Thermodirektdruck – Verfahren die Nase vorn. Legen Sie jedoch wert auf lange Haltbarkeit und/oder einen mehrfarbigen Druck, macht das Thermotransferdruck – Verfahren das Rennen.

Idealerweise entscheiden Sie das aber von Fall zu Fall neu! Denn moderne Thermo-Etikettendrucker (für den Einsatz bis 1.000 Etiketten/Tag sowie für den Einsatz bis zu 3.200 Etiketten/Tag) eignen sich für beide Verfahren. So haben Sie bis zuletzt die Entscheidungsfreiheit.

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