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Foliergerät im Einsatz

Von rohen Eiern und kniffligen Pappschachteln

Schülertag beim Verpackungsspezialisten:

Was muss man tun, damit man ein rohes Ei aus dem Fenster werfen kann, ohne dass es beim Aufprall kaputt geht? Man muss es richtig verpacken! Wie das geht, erfuhr eine Klasse des Albert Magnus Gymnasiums Ettlingen bei ihrem Besuch bei der Rajapack GmbH in Birkenfeld. Die Schüler erhielten einen unterhaltsamen Einblick in die Kunst des Verpackens und in das grenzübergreifende Leben eines französisch-deutschen Unternehmens.

Birkenfeld, Januar 2010. Zack! Der kleine Karton knallt mit Wucht auf den Asphalt. Haha! Ein paar junge Leute nicken anerkennend, zwei schauen ein bisschen besorgt drein: Das war unsere Packung – ob das Ei wohl zerbrochen ist?

„Nächster!“ ruft Delphine Jean, Marketing Direktorin von Rajapack, zum Fenster im ersten Stock, wo ein junger Mann mit einem weiteren Karton in der Hand wartet. „Geht los!“ schallt es von oben und im nächsten Moment rumst die Schachtel mit voller Wucht auf die Straße. Diesmal zucken zwei andere Schüler.

Eine Schar Zehntklässler ist zu Gast bei der Rajapack GmbH in Birkenfeld, und da gibt es jede Menge zu erleben – viel mehr als die Jugendlichen erwartet hätten. Das Kartonwerfen ist Höhepunkt und Abschluss des Besuchs und wird von viel Gelächter begleitet. Die Sache ist nämlich wirklich spannend: Ist es möglich, ein rohes Ei so zu verpacken, dass es einen Sturz aus dem Fenster unbeschädigt übersteht?

Verpackung ist Kunst und Wissenschaft in einem

Verpacken ist viel mehr als einen Wertgegenstand in eine Luftpolstertasche zu stecken. Ein zartes Gut so zu umhüllen, dass es nach einer beliebigen Strecke und viel grobem Zupacken unbeschadet ankommt – da kreuzen sich Kunst und Wissenschaft.

Das hätte Albertus Magnus gefallen. Der mittelalterliche Universalgelehrte ist Namenspatron des Ettlinger Gymnasiums unserer Schüler. Das Motto der Schule heißt „In angenehmer Gemeinschaftsarbeit die Wahrheit suchen“, und genau dieses könnte über der Begegnung der Gymnasiasten mit Rajapack stehen. Ein Stück Wahrheitssuche nämlich gehört zum Alltag des Birkenfelder Teams, wie Delphine Jean anschaulich berichtet.

Denken über die Landesgrenzen hinaus ist bei Rajapack Grundvoraussetzung

Das Unternehmen Rajapack GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Raja France SA.

Frankreich und Deutschland pflegen unterschiedliche Geschäftskulturen, erläutert die Marketingexpertin. „Das Verschmelzen von französischem mit deutschem Denken ist tägliche Praxis für alle Mitarbeiter“, so Jean. Darin sieht sie auch eine der wichtigsten Aufgaben für kommende Generationen: Nicht nur zu verstehen, dass es Unterschiede in der Mentalität in den einzelnen Ländern gibt. Sondern auch dass die eine Auffassung von Geschäft nicht besser ist als die andere und dass die Stärken beider zu verbinden für alle Beteiligten einen Gewinn bedeutet.

Delphine Jean, selbst gebürtige Französin, ist im Brückenschlagen weit fortgeschritten. „Manche Vorurteile und Platituden stimmen wirklich, die man gemeinhin über Deutsche und Franzosen behauptet“, lächelt sie, „deshalb ist es wichtig, in der Zusammenarbeit ein gemeinsames Profil und Verständnis für die kulturellen Unterschiede zu entwickeln.“

„Europa ist so bunt und vielfältig  wie unser Produktkatalog“

Der Rajapack-Katalog zum Beispiel ist im Vergleich mit anderen Anbietern deutlich bunter und peppiger als man das in Deutschland gewohnt ist. Aber genau das macht Rajapack bereits auf den ersten Blick unverkennbar. Die Kundschaft weiß es zu schätzen, denn Rajapack ist die Nummer eins der Verpackungsspezialisten in Europa – der in Deutschland erst seit 1999 aktiv ist.

Die Gymnasiasten lernen Französisch als zweite Fremdsprache, sind mehr oder weniger intensiv mit Frankreich in Kontakt gekommen und wissen genau, dass ihr zukünftiges Berufsleben stark europäisch geprägt sein wird. Nicht zuletzt deswegen heißt Ihr Besuch in Birkenfeld „Une journée franco-allemande“, französisch-deutscher Tag. So kommen sie in den Genuss einer Videokonferenz mit Schaltung in die Pariser Raja-Zentrale, wo von den Chancen und Widerständen berichtet wird, die sich bei einem Unternehmen auftun, das eine starke Zentrale und zehn nationale Niederlassungen unter einen Hut bekommen muss. Wobei so unterschiedliche Mentalitäten wie die englische, italienische oder tschechische miteinander harmonieren müssen.

Verständigung auf allen Ebenen, in unterschiedlichsten Sprachen

Alles verstanden? Jean übersetzt, aber auch ohne diese Unterstützung verstehen die Schüler einen guten Teil – mehr als sie sich selbst zugetraut hätten, wie sie später sagen. Nach der Konferenz geht es auf eine kleine Tour durchs Haus. Rajapack-Mitarbeiter berichten von ihrer Arbeit. Darüber wie sich die Kommunikation mit der Zentrale auf Geschäftsführungsebene gestaltet, wie der Katalog entsteht und wie die Betreuung der Kunden via Telefon funktioniert.

Versandkartons, Luftpolsterfolie, Klebebänder uv.m. im Lager

Kartons und mehr

Dann steigt die Gruppe ins Musterlager. Dort wartet die Schulungsverantwortliche vor einem Regal, in dem sich auf den ersten Blick ganz normale Kartons stapeln. Dem Schüler Lukas wird ein flacher Karton in die Hand gedrückt: „Das ist ein Versandkarton für Flaschen. Schaffst du es, den richtig aufzufalten?“

Geniale Lösungen für individuelle Probleme

Klar, kein Problem, Lukas legt los … und kommt schnell ins Stocken. Hmm – irgendwie doch nicht so einfach wie es aussah. Eine Mitschülerin gibt ihm einen Tipp: „Schau mal, da ist eine Anleitung abgedruckt.“ Aha! Trotzdem, Lukas braucht die Unterstützung von zwei Mitschülerinnen, bis er den Karton fertig aufgefaltet hat. Mast erläutert: „Wirkt beim ersten Versuch kompliziert- ist aber ein geniales System, wenn man es einmal gemacht hat geht das Auffalten ganz schnell. In den fertigen Karton passen drei Flaschen Wein, und die sind darin wirklich bombensicher verpackt.“

Es gibt Ingenieure, die nichts anderes tun, als sich solche genialen Faltsysteme auszudenken. Die Schüler sind fasziniert. Was es alles gibt! Kartons und Kisten in allen Formaten, für normales oder empfindliches Gut, Füllmaterial aus Noppenfolie, Schaumstoff-Flocken, Luftkissen oder Knüllpapier. „Ihr seht, welche Vielfalt wir unseren Kunden anbieten, für jedes Problem eine individuelle Lösung. Jetzt wollen wir ausprobieren, was man damit in der Praxis so machen kann“, fordert Jean die Klasse auf.

Bruchsicher verpacken kann richtig Spaß machen

Zurück im Konferenzzimmer teilen sich die Schüler für das „Experiment“ in vier Gruppen auf. Jedes Team erhält eine Auswahl an Verpackungsmaterial und ein rohes Ei. Die Aufgabe: Verpackt das Ei so sicher, dass man es aus dem Fenster auf die Straße werfen und nachher unbeschädigt auspacken kann. Verwendet nicht mehr als fünf Packelemente.

Eier im Karton sicher verpacken

Eier sicher verpacken

In den nächsten 15 Minuten ist der Raum erfüllt von emsigem Falten, Legen und Wickeln, begleitet von Gelächter und leidenschaftlichen Diskussionen. Da wird begutachtet, getestet, es gibt Probeverpackungen, die wieder aufgelöst und durch Alternativen ersetzt werden, manche Lösungen werden kurz vor der Vollendung wieder verworfen, weil das Team eine entscheidende Schwachstelle erkannt hat. „Wie viele Elemente dürfen wir nehmen? Nur fünf? Schade. Aber die Schaumflocken zählen als eins, oder?“ Dann ist die Zeit abgelaufen und vier Pakete liegen auf dem Tisch. Wird das halten?

Die PR-Verantwortliche von Rajapack, Katrin Hunger, legt ein weiteres Päckchen dazu, der Wettbewerbs-Beitrag des Hauses. Dann strömen die Jugendlichen auf die Straße. Los geht es! Zack! Das erste Päckchen prallt auf den Asphalt, die jungen Leute jubeln…

Die Päckchen sind ein bisschen angeschlagen, als sie wieder oben auf dem Tisch liegen. Jetzt wird es spannend. Die Schüler öffnen ihre Pakete – und tatsächlich sind alle Eier unversehrt. Bravo!

Der Besuch geht zu Ende. Zum Abschied zeigt Hunger noch das Raja-Päckchen, das viel kleiner ist als die Schülerpakete. Das enthaltene Ei ist ebenso unversehrt, mit nur drei Pack-Elementen.

„Das zeichnet den Profi eben aus“, lächelt Hunger, „mit uns kann man Verpackungsaufgaben genauso sicher lösen, aber mit weniger Aufwand.“

Toll, finden die Schüler und packen ihre Sachen. Ein spannender Tag war das bei Rajapack.