Feedback
postit-art

Post-it® War – Die Kunst aus Denkzetteln Kunst zu machen

Wann hat man Ihnen zuletzt einen Denkzettel verpasst? Nein, gemeint ist nicht die Liste mit ToDo’s, mit der Sie Ihr Chef neulich aus der Besprechung entlassen hat – auch wenn der Begriff „Denkzettel“ tatsächlich auch in diesem Sinne gebraucht wird oder zumindest wurde (im Lateinischen auch „Memorandum“). Im heutigen Wortsinn verpasst man jemandem einen Denkzettel, wenn man sich für irgendetwas rächen möchte und demjenigen gleichzeitig die Folgen seines unüberlegten Handelns aufzeigen, ihn also zum Nachdenken bringen möchte. Im Idealfall funktioniert dieser „Konterschlag“ mit einem Augenzwinkern und ohne dem „Opfer“ ernsthaften Schaden zuzufügen.

Die Entstehung der Post-it Kunst

So gesehen war es ein Meistercoup, den sich im Sommer 2011 in Paris Angestellte aus zwei gegenüberliegenden Bürokomplexen lieferten. Im Pariser Vorort Montreuil beklebten Mitarbeiter der Firma Ubisoft (Computerspiele) im Juni ihre Bürofenster mit verschiedenfarbigen Post-its®, so dass aus den kleinen „Denkzetteln“ Alien-Figuren entstanden. Derart herausgefordert konterten Angestellte des gegenüberliegenden Bürokomplexes (die Bank BNP Paribas) mit aus Post-it®-Zetteln „gemosaikten“ Hasen an den Fenstern, die die Aliens abschossen. Der „Krieg“ hatte begonnen, und ausgehend von Paris wetteiferten Menschen in ganz Europa mithilfe der kleinen bunten Denkzettel.

Die Methode ist einfach – und alt!

Die Kunst, aus vielen kleinen, verschiedenfarbigen Teilen mit dem Blick fürs große Ganze ein Kunstwerk zu schaffen ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Auf zirka 400.000 Jahre zurück wird das erste Mosaik datiert. Spätestens im römischen Reich waren Mosaiken dann weit verbreitete Kunstform. Hinter jedem einzelnen dieser Werke steckt unwahrscheinliche Hingabe und Geduld- das europaweit größte Bild aus Mosaiksteinen mit einer Fläche von 880 m² ist der aus rund 800.000 Steinen bestehende Fries am Haus des Lehrers am Berliner Alexanderplatz.

Und immer noch erfreut sich die Technik, aus vielen kleinen Teilen das „ganz große Ding“ entstehen zu lassen, größter Beliebtheit. In modernen Badezimmern genauso wie an Bürofenstern.

Do it yourself!

Es müssen ja nicht gerade 800.000 Post-it® sein. Aber es kommen im Laufe eines Büro-Jahres schon einige der bunten Bürohelfer zusammen. Lassen Sie Ihrer Kreativität also freien Lauf und kleben Sie die Denkzettel einfach zur großen Freude der Kollegen und benachbarten Arbeitnehmer ins Bürofenster. Eine einfache Anleitung zu einem Klassiker der Post-it®-Kunst, dem Pac-Man, finden Sie hier.

Dass auch das wieder Entfernen Spaß machen kann, zeigt dieses Video!